DU MUSST DRAN GLAUBEN

 

Luther, Echter und Gerolzhofen

Vorhang auf für das große Wandeltheater

Die Zeit des Wartens hat ein Ende. Nach Monaten der Vorbereitung startet an diesem Mittwochabend das Wandeltheater „Du musst dran glauben“ in der Gerolzhöfer Innenstadt. Die Premiere und alle weiteren Aufführungen in dieser Woche sind bereits restlos ausverkauft.

Rund 70 Schauspielerinnen und Schauspieler stehen auf den verschiedenen Bühnen – und ein Heer von weiteren Ehrenamtlichen arbeitet unauffällig im Hintergrund, damit das Großprojekt reibungslos klappen kann. Sie sind genauso wichtig wie die Akteure in ihren bunten Gewändern.

Die Aufführungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr vor (!) den einzelnen Spielstätten: in der Häfnergasse, in der Spitalstraße, auf dem Platz zwischen der Stadtpfarrkirche und der Johanniskapelle und auf dem Platz vor der Erlöserkirche. Nach der Begrüßung werden die Besucher von den Schauspielern dann nach innen gebeten.

Verpflegungsbuden

An diesen Startpunkten wurden von den Männern des Bauhofs Buden aufgestellt, wo es die Programmhefte und die Verpflegung für die Theaterbesucher gibt. Zahlreiche Gerolzhöferinnen und Gerolzhöfer stellen sich hier als Buden-Personal zur Verfügung, viele an gleich mehreren Abenden. Nach der dritten Spielrunde gibt es eine halbstündige Pause. Toilettenwägen stehen bereit.

An jedem Spielort gibt es einen Verantwortlichen, der für den reibungslosen Ablauf vor Ort zuständig sind. Per Funk sind alle Bühnenleiter untereinander verbunden, um zeitgleich das „Go“ für eine neue Spielrunde geben zu können. Alle Fäden laufen zentral bei Beate Glotzmann und ihrem Team im Alten Rathaus zusammen, die bei eventuellen Notfällen auch die Einsatzkräfte koordinieren würden.

Soldaten der Bundeswehr

Zwischen den einzelnen Szenen werden die Besucher von den Wegbegleitern zur jeweils nächsten Station geführt.

Sie werden dabei von sogenannten Bütteln unterstützt, die zum einen dafür sorgen sollen, dass die Besuchergruppen möglichst eng zusammenbleiben, zum anderen aber auch Lautsprecherboxen schleppen müssen, damit das Spiel der Wegbegleiter, verstärkt über deren Headsets, auch gut zu hören ist. Als Büttel sind mehrere Bundeswehrsoldaten des Standorts Volkach im Einsatz.

Damit die Wegbegleiter, wenn sie eine Gruppe am neuen Spielort abgeliefert haben, möglichst schnell wieder zurück zu ihrem Ausgangspunkt kommen, wird für sie ein Fahrdienst eingerichtet.

Feuerwehr sperrt ab und funkt

Großen ehrenamtlichen Aufwand muss auch die Feuerwehr Gerolzhofen unter Führung von Kommandant Roland Feller stemmen. An jedem der zehn Aufführungstermine sind mindestens jeweils zehn Mann bis Mitternacht im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehört, die Altstadt konsequent für den Autoverkehr zu sperren, um nicht die Besuchergruppen auf den Straßen zu gefährden. Außerdem sorgen sie per Digitalfunk für die Kommunikation zwischen den verschiedenen Aufführungsorten, weil die einzelnen Szenen exakt getaktet immer zeitgleich beginnen müssen. BRK-Rettungsdienst und Polizei sind ebenfalls im Einsatz.

Der aufwändige Aufbau der verschiedenen Bühnen ist inzwischen planmäßig abgeschlossen. Wenn dann die Aufführungen laufen, haben hier zahlreiche Licht- und Tontechniker alle Hände voll zu tun, das Geschehen hör- und sichtbar zu machen.

Das Theaterensemble der Kleinen Stadttheaters ist inzwischen wieder umgezogen und hat sein Quartier jetzt im Alten Rathaus aufgeschlagen. Am frühen Nachmittag beginnen dort schon die zwei Maskenbildnerinnen mit ihrer Arbeit. Es gibt einen ausgefeilten Zeitplan, damit auch tatsächlich alle Schauspielerinnen und Schauspieler bis eine Stunde vor Aufführungsbeginn zurechtgemacht sind. In der Rüstkammer ist auch eine Kostümbildnerin vor Ort, um im Bedarfsfall sofort kleinere Reparaturen an den Gewändern ausführen zu können.

Eigenes Küchenteam

Im Keller des Alten Rathauses ist die Theaterkantine untergebracht. Dort gibt es schon zwei Stunden vor Aufführungsbeginn warme und kalte Speisen für alle Akteure. Die Stärkung ist wichtig, um die vier Aufführungen pro Abend auch konditionell gut durchhalten und die Spannung hochhalten zu können. Bei den einzelnen Bühnen werden die Akteure hinter den Kulissen dann noch mit Getränken und kleinen Snacks versorgt.

Für die Kantine und die Verpflegung hinter den Bühnen ist ein eigenes Küchenteam zuständig. Auch deren Mitglieder arbeiten, wie die anderen ehrenamtlichen Helfer, zuverlässig und unauffällig im Hintergrund.

Auch ihnen gilt der Applaus der rund 4000 Besucherinnen und Besucher – auch wenn sie bei der großen Schluss-Szene nicht zu sehen sind.

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© Silvia Kirchhof