Spielorte

Das Wandeltheater führt die Zuschauer zu vier verschiedenen Orten:

 

Zur Echtervogtei, Erlöserkirche, Stadtpfarrkirche und Spitalkirche.

Der Zuschauer wählt beim Kauf seiner Eintrittskarte einen Startpunkt für die Rundreise aus. Da jede Inszenierung der vier Orte in sich abgeschlossen ist, spielt es keine Rolle, wo man als Besucher in das Theater-Karussell einsteigt. Zwischen den Spielorten begleiten Schauspieler die Zuschauer. Sie weisen nicht nur den Weg, sondern verbinden auch mit Spielszenen das Geschehen auf den Bühnen. Musikalische und tänzerische Darbietungen sowie 

multimediale Einblendungen runden die Inszenierungen in den historischen Stätten und auf den Wegen ab. Am Ende, wenn jede Gruppe die vier Spielstätten besucht hat, kommen alle Zuschauer zur Abschluss-Szene im Spitalgarten zusammen.

 

Stadtpfarrkirche

Die zahlreichen Missstände in der alten Kirche sind augenfällig. Kein Wunder, dass viele Menschen in ihrem Wunsch nach einer Besinnung auf das Evangelium sich der neuen lutherischen Lehre zuwenden. Dennoch leben die Menschen über zwei Generationen in beiden Glaubenswegen im friedlichen Miteinander. Mit dem prunkvollen Einzug des Fürstbischofs Julius Echter in seine Stadt und dem dramatischen Strafgericht in der Pfarrkirche endet dann aber für Jahrhunderte das evangelische Leben in

Gerolzhofen.

 

Spitalkirche

Christliche Wohltätigkeit für alle Bedürftigen und nicht mehr nur für reiche Herrenpfründner: Die Zuschauer erleben den neuen Alltag im Gerolzhöfer Bürgerspital nach den tiefgreifenden Sozialreformen Julius Echters. Die Bewohner des Altenheims müssen sich jetzt an zahlreiche Regeln und Gebote halten, sie müssen regelmäßig beten - und mit den Eigenheiten ihrer

Mitbewohner zurechtkommen.

 

Echtervogtei

Nach dem Höhepunkt der konfessionellen Auseinandersetzung erschüttert eine Welle von Hexednprozessen den Gerichtsbezirk Gerolzhofen. Die Angst vor dem Unbegreiflichen war mit Händen greifbar.Die Inszenierung zeigt das Zusammenspiel von Denunziationen aus der Bevölkerung und einer korrupten Justiz. In das Räderwerk geraten dutzende Unschuldige und werden gebrochen. Der Verwaltung des Fürstbistums unter Julius echter gelingt es über Jahre nicht, den menschenverachtenden Exzessen des örtlichen Centrichters Einhalt zu gebieten.

 

Erlöserkirche

Lieber in der Heimat bleiben und wieder den alten  Glauben annehmen - oder standhaft bei der neuen Lehre Luthers bleiben und dafür als Konsequenz von Julius Echter aus dem Fürstentum verwiesen zu werden? Vor dieser Frage standen Hunderte Protestanten in Gerolzhofen, als der Fürstbischof den Druck auf sie immer mehr erhöhte. Die Glaubensfrage wurde so auch zu einer Frage der wirtschaftlichen Existenz. Die Antworten auf diese Frage fielen sehr unterschiedlich aus - manchmal auch innerhalb einer Familie.

 

Finale im Spitalgarten

Julius Echter und Martin Luther: Der eine hat als Fürst und Bischof vor Ort zahlreiche, noch heute sichtbare Spuren hinterlassen. Der andere war nie persönlich in Gerolzhofen. Und dennoch entfaltete seine Theologie in Gerolzhofen eine beträchtliche, tiefgehende Wirkung – bis heute.

 

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© Silvia Kirchhof