Fräulein Schmitt ist auch ein Fall für das Fernsehen

Am 6. April war es auf den Tag genau 70 Jahre her, dass die Gerolzhöfer Frauen – angeführt von der Lehrerin Josefine „Schossi“ Schmitt – mit einer beherzten Demonstration durchsetzten, dass die Stadt Gerolzhofen nicht gegen die heranrückenden Amerikaner verteidigt, sondern die weiße Fahne am Rathaus gehisst wurde. Das Kleine Stadttheater unter Leitung von Silvia Kirchhof hat sich diesem Stück Stadtgeschichte angenommen und führt im September unter freiem Himmel am Originalschauplatz, dem Marktplatz, das aus der Feder von Roman Rausch stammende Stück „Fräulein Schmitt und der Aufstand der Frauen“ auf.

 

Kurz nach dem Jahrestag war ein Team des Bayerischen Fernsehens in die Mittelschule nach Gerolzhofen gekommen, um Impressionen von den Proben einzufangen und mit noch lebenden Zeitzeugen über die damaligen Ereignisse zu sprechen. Reporterin Brigitte Hausner war vom Zusammentreffen beeindruckt: „Es ist toll, mit ihnen reden zu können und auch zu erfahren, wie sie das Stück erleben.“ Zusammengekommen ist dabei jede Menge Material, das Hausner letztlich in zweieinhalb bis drei Minuten Sendezeit packen muss. Gesendet wird der Beitrag voraussichtlich am heutigen Dienstag in der „Frankenschau aktuell“ ab 17.30 Uhr.

 

Paula Fellner, eine der Zeitzeuginnen, war jedenfalls von den Proben ziemlich begeistert und auch engagiert dabei, dem Ensemble und Regisseurin Kirchhof den einen oder anderen Tipp zu geben. „Ich komme wieder“, verspricht sie und fügt im Gehen an: „Wenn ich jünger wäre, würde ich die Schossi auch noch spielen.“

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© Silvia Kirchhof